HIBISKUS COBBLER

Wie schon Kapitän Frantz Ritter von Hadoque sagte, als an Board des Schiffes Rackhams des Roten eine neuer Wimpel gehisst wurde,:“Sie hissen die rote Fahne! Das heißt, es werden keine Gefangenen gemacht!“
Ich weiß, hat nix mit dem Drink zu tun, aber die wunderschöne Farbe ist rot wie Blut!

 

HIBISCUS COBBLER
1 Teelöffel Grenadine Sirup
1 Zitronenscheibe geviertelt
3 cl Orange Curaçao
3 cl Brandy
5 cl Hibiscus Aufguss
Im Gäste Glas die Zitrone in der Grenadine muddeln, die restlichen Zutaten hinzufügen und das Glas mit Crushed Ice füllen.
Nun mit einem Swizzle Stick oder einem Barlöffel swizzeln bis das Glas von außen gefrostet ist.
Nochmal mit Crushed Ice auffüllen.
Mit Zitronen und Orangen Garnieren.

Hibiskus Aufguss:
1 L Wasser,
1 Kaffeebecher getrocknete Hibiskusblüten
8 El Zucker
8 Pimentkörner
1 Zimtstange
1 El in Scheiben geschnittener Ingwer.
Zucker und Wasser unter rühren aufkochen.
Topf vom Herd nehmen und die Restlichen Zutaten 30 Minuten darin ziehen lassen.
Durch ein Passiertuch abseihen und kalt stellen.

Ein hervorragender Durstlöscher für warme Abende auf dem Sonnendeck!

Der Drink hat eine sehr feine Säure, die in erster Linie durch die Hibiskus Blüten hervorgerufen wird, statt durch die üblichen zwei bis drei Zentiliter Zitrone oder Limette.
Man könnte meinen es wäre Sauer Kirsche oder ähnliches im Glas.

Der Drink ist super variabel, denn meiner Meinung nach, schmeckt er auch bestens mit Rum, Rhum, Bourbon und auch Gin, ohne die restliche Rezeptur zu verändern, außer im Falle des Gins, vielleicht den Curaçao durch Cointreau zu ersetzen!

Der Aufguss mit etwas mehr Zucker und einem Schuss Soda taugt auch prima als Mocktail.

I fuckin‘ like it!

Frantz Ritter von Hadoque, oder sein weitaus berühmterer Nachfahre Kapitän Haddock wären begeistert, zumindest so lange keine Flasche Loch Lomond griffbereit ist, Hagel und Granaten…

Habe den Drink auf dem IMBIBE Blog entdeckt und nur den original Aufguss durch eine Rezeptur ersetzt, die ich an anderer Stelle auf dem selben Blog gefunden habe.

Wir müssen gleich noch einen davon trinken, damit wir Zeit gewinnen…

The Trader Week’s on S.S.MPREZZ

Victor Bergeron wurde am 10.12.1902, also kurz vor dem großen Erdbeben in San Francisco geboren,
verlor mit neun Jahren aufgrund einer TBC eines seiner Beine und wurde später einer der erfolgreichsten Gastronomen der USA, immer kontrovers und scharfzüngig, mal weltmännisch, mal chauvinistisch,
sollte er jedem Barkeeper ein Begriff sein.

Victor Jules Bergeron aka Trader Vic hat neben dem weltberühmten Mai Tai, dem Tortuga und dem Scorpion um nur einige zu nennen, noch so einige andere Drinks geschaffen, die erwähnenswert sind.
Selbst vom Beachbum wurden uns einige verschwiegen, danke Jeff das du mir noch was übergelassen hast.

Fünf dieser Drinks stelle ich euch im Mai im Rahmen der Trader Week’s vor, eine flüssige Hommage an den großartigen Victor Jules Bergeron.

Ähnlich wie Donn hat auch Vic einige seiner Drinks in Laufe der Zeit verändert,
so dass verschiedene Versionen existieren, die im Falle von Vic in seinen Büchern recht gut dokumentiert sind.

Gleich bei zwei Beispielen gefällt mir die eine Version weit besser als die andere,
da sie eher auf klassischer Mixology beruhen wohin gegen die Make-Overs eher in Richtung verspielte Tiki Punch Variationen gehen, wahrscheinlich dem US-amerikanischem Zeitgeschmack geschuldet.

Port Light / Starbord Light
heißt auf deutsch soviel wie Backbord und Steuerbord und beide Drinks wurden während der Tiki-Heydays in den wunderschönen Trader Vic’s Nautical oder Marine Tumblern serviert. Heute sind sie begehrte Sammlerobjekte, einer aus rotem Glas der andere aus Grünem versteht sich und mit schmuckem Goldrand versehen.

Aber zum Drink:
Trader Vic löst hier gekonnt ein schwieriges mixologisches Problem,
einen tropischen Cocktail mit etwas anderem als Rum zu mixen.
Und um noch einen draufzusetzen, nimmt er sich die ungeeignetsten Spirituosen
die man dafür finden kann, Bourbon und Scotch.

Sehen wir uns die Zutaten mal an,

Port Light / Starbord Light
4-5cl Bourbon oder Scotch,  je nachdem ob wir einen Backbord oder Steuerbord machen wollen.
2 Barlöffel Honig
1/2 Frische Maracuja u. 1 cl Riemerschmidt Maracuja Sirup (aus der 0,5l Flasche!)
Im Original wird Maracujanektar verwendet!
2cl Zitrone
Optional ein Eiweiss, der Don hat darauf verzichtet, denn der Drink bekommt bereits durch die Verwendung der frischen Maracuja eine phantastische Textur.

Beim Lesen erschließt sich das Wunder nicht wirklich, aber gemixt erkennt man beim Verkosten schnell,
dass der Honig eine wunderschöne und harmonische Brücke zwischen Maracuja und Bourbon zaubert.
So einen Drink erzeugt man nur mit erheblichem Fachwissen und guter Sensorik,
dutzende Versuche werden nötig gewesen sein um auf dieses phantastische runde Ergebnis
und schlussendlich auf diesen großartigen Drink zu kommen.

SHINGLE STAIN
Ein weiterer ungewöhnlicher Drink aus Trader Vic’s Bartenders Guide
ist der Shingle Stain bzw. die Shingle Stain, die Schindel Beize.
Was ist das?
Anscheinend ein US-amerikanischer Slang Begriff für eine bestimmte Farbe die beim Beizen von Holz Schindeln entsteht, ähnlich dem Ochsenblut Dielen in einem Berliner Altbau bevor man sie in IKEA Look umschiff. Oder ein Blutfleck nach einem Gewaltverbrechen?
Sicher ein spezieller Drink, der sich an den erfahrenen Rum Drink Liebhaber richtet.
Für eingefleischte Scorpian und Planters Punch Freunde sicher eine Herausforderung.

Im Bartendersguide von 1946 ist die Basis der Beize eine für Tiki Drinks übliche R(h)um Cuvee aus Dark Jamaican und Martinique Rum, gesüßt mit Grenadine und gewürzt mit Pimento Dram, lecker!

Shingle Stain
2cl Dark Jamaican Rum
2cl Martinique Rhum
1cl Pimento Dram
1cl Grenadine
2cl Frische Limette

Anzumerken sei noch das der Drink in der 1946 Ausgabe nicht als Trader Vic’s Erfindung gekennzeichnet ist, im Bartenders Guide Revised von 1972 ist er es.
Der Drink ist hier aber mit Cranberry und Ananassaft zum typischen Tiki Punch geworden.

KAMAAINA (OLD TIMER)
Kamaaina bezeichnet eine Person die schon lange auf den hawai’iansichen Inseln lebt und Kultur und Lebensstil wie ein Native verinnerlicht hat und danach lebt.
Kamaaina übrigens ein Terminus, der auch bei der Mai Tai Frage eine kleine Rolle spielt,
aber dazu später mehr.

Vergleiche zwischen Drinks von Charles Schumann und dem Kamaaina, speziell den übel beleumdeten Flying Kangaroo und dem farblosem Swimming Pool drängen sich auf.
Aber das sich verworren lesende Rezept funktioniert tatsächlich ganz hervoragend, im Gegensatz zu … aber lassen wir das.

KAMAAINA (OLD TIMER)
4cl Gin
1,5cl Cocos Sirup
1,5cl Cocos Milch oder insgesamt 3cl Cocos Creme
1clCuraçao
2cl Zitrone

auf Eiswürfel schütteln, in Highball Glas pouren
und mit Zitronenlimonade auffüllen.

Probiert es aus es ist großartig, je sprudelnder eure Limo umso besser.
Varianten mit weissem Agricole oder Wray & Nephew OP führen natürlich auch zu schmackhaften Resultaten.

Der Kamaaina schmeckt ganz vorzüglich zu einem tropischen Essen, Curry, Ceviche, Big Kahuna Burger.

ORGEAT PUNCH VS. ORGEAT HIGHBALL Hi-BAll
Brandy – Yeah!
Immer schwierig, jenseits von Brandy Sidecar,
(der neuerdings jetzt wohl doch wieder mit Cognac gemacht werden soll – Pfui!)
und Capones Favorite, Brandy Crusta, einen Drink mit dem, Achtung:
Meiner Meinung nach besten Weinbrand der Welt gemachten Drink an den Gast zu bringen
bzw. überhaupt einen zu finden, der nicht komplett von Sour, Collins, Fizz und Consorten abgetwistet wurde.

Beide Rezepte finden sich interessanterweise nur in der 1946 Version und sind demnach nicht als Trader Vic’s Drinks markiert. Ein Orgeat Highball findet sich im Boothy’s allerdings hat Vic oder Boothy’s die Rezepte vertauscht, egal. Die Idee ist super.

Orgeat Punch
4cl Brandy
2cl Zitrone
1cl Orgeat

Schütteln auf  Eiswürfel
feinstrainen in Cocktailschale
2cl Portwein floaten

Optional im Highball Glas mit Soda wenn daraus der Orgeat Highball werden soll

Am Rande noch was allgemeines zu Tiki Drinks, viele Barkeeper belächeln das Ganze,
vergessen dabei aber, dass wir mit Tiki und tropischen Getränken viele Gäste erreichen und glücklich machen.

Es muss nicht jedem ein Manhattan oder Old Fashioned schmecken,
die Frage nach einem Mai Tai oder Scorpion macht aus dem Gast keinen schlechten Menschen.

Generell freue ich mich immer wenn Bars, die keine besondere Spezialisierung haben,
breit aufgestellt sind und sich auch problematischen Drinks auf professionelle Weise nähern.
Es steht uns nicht zu bei White Russian, Bloody Mary und Consorten die Nase zu rümpfen.

Anstatt einer Caipirinha erfreut man den Gast z.B. mit einem schönen Ti-Punch und weiter gehts!

DRITTER UND VIERTER STREICH DER CHARTREUSE REIHE …

BEUSER & ANGUS SPEZIAL

Im Netz stößt man immer wieder auf diesen Drink, den Gonçalo de Sousa Monteiro 2007 für den bekannten Barkeeper Bastian Heuser kreiert hat.
Letzterer saß an diesem Abend zusammen mit dem ebenfalls unter Mixologen nicht unbekannten Angus Winchester an der Bar und bat um einen Chartreuse Sour mit Eiweiß, dessen übrigen Zutaten überließ er Gonçalos Kreativität.

Entstanden ist dieser überaus wunderbare Drink, der das Zeug zum Klassiker hat.

Böse Zungen könnten behaupten, es handele sich hier um einen Last Word Cocktail,
dem einfach die Spirituose entzogen worden ist, aber das stimmt nur halb.
Der Last Word ist ein Equal Part Cocktail, bestehend aus Gin, Chartreuse, Maraschino und Zitrone.
Ein komplett anderes Geschmacksprofil.
Das herrlich cremige Mundgefühl durch das Eiweiß kommt noch als Häubchen oben drauf …

Gonçalo de Sousa Monteiro’s
BEUSER UND ANGUS SPEZIAL
4 cl Chartreuse Verte
1 cl Maraschino
2 cl Limette
Dashes Zuckersirup
Eiweiß
Orangeflowerwater
Erst Dry Shake, dann auf Eis schütteln.
In einen Tumbler auf eine Eiskugel abseihen.
Mit Dashes Orange Flower Water aromatisieren.

Ich habe die Mengen um ein Drittel reduziert,
da ich es in diesem Fall optisch schöner finde,
wenn das Glas nicht so voll ist und die einzelne Eiskugel sichtbar ist.

Man kann nur schwer widerstehen, sich nicht gleich einen zweiten zu mixen.

Dieser Drink zählt unter Anderem zu den am 2. Januar erwähnten Gründen,
für den um einen Tag verzögerten Neujahrsgruß!

Vulkane und Mönche, SILENCIO SUBLIME!

Animiert durch den BEUSER UND ANGUS SPEZIAL, kam ich ins Grübeln, ob ich nicht selber einen Chartreuse Verte Sour entwickeln kann, der sich geschmacklich von der Quelle meiner Inspiration deutlich absetzt.

All zu lange brauchte ich nicht, denn während mein Geist arbeitete, nuckelte ich gemütlich an einem echten Klassiker herum, dem PISCO SOUR.
Ebenfalls ein Sour mit Eiweiß, dessen Grundspirituose wahlweise ein chilenischer oder peruanischer klarer, weil ungelagerter, Brandy, der Pisco ist.

Der folgende Drink ist nichts weiter, als die Kombination eines Chartreuse Sour und eines Pisco Sour.

Oder ein Last Word, ohne Maraschino, mit Pisco und Honig.

Raul Duke’s
SILENCIO SUBLIME
2 cl Chartreuse Verte
2 cl Pisco
2 cl Limette
2 cl Honig
Ein kleines Eiweiß
Alle Zutaten trocken schütteln, auf Eis schütteln und in ein Cocktail Glas abseihen.
Mit einem Limetwist garnieren.

Um es geschmacklich spannender zu machen, habe ich zum süßen flüssigen Linden-Honig eingesetzt.

Das passt prima, denke man nur an die unzähligen Kräuter und Blüten unter den bis zu hundertdreißig, größtenteils geheimen Bestandteilen der Chartreuse Verte, wie sie im Sommer von fleißigen Bienen umschwirrt und bestäubt werden.

Es kann sich sehen lassen, das Resultat.

Die Namensgebung fiel mir nicht schwer.
Die Chartreuse wird bekanntlich von französischen Kartäuser Mönchen hergestellt, die seit Jahrhunderten in strengster Stille, nach einem Schweigegelübde leben und arbeiten.

Denke ich an Chile, dem Herkunftsland des von mir verwendeten Piscos, fällt mir als erstes die unbeschreibliche Stille der nördlichen Wüsten ein, die von der Küste bis in die Spitzen der Anden Kordilleren reichen.

Also gab ich dem Drink den Namen, Erhabene Stille, SILENCIO SUBLIME !

Für heute ist mein Tagewerk geleistet, hab ‘nen leichten Glimmer und bin durchaus einmal zufrieden mit mir …

PALOMINO TRAUBE, BLAUE AGAVE UND GÄNSEBLÜMCHEN

Mal wieder was knappes Historisches trinken, was Althergebrachtes, was Schönes!
Schön einfach?
Weit gefehlt!
Der Teufel steckt schon wieder im Detail.
Meistens findet man Sidecar Rezepte, die aus drei Zutaten bestehen und zu gleichen Teilen gemixt werden.
Je nachdem, welchen Cognac, Weinbrand oder Brandy man verwendet und genauso wichtig,
welchen Orangenlikör, sind die Ergebnisse allerdings von bescheiden bis erstklassig anzusehen.

Hier eine Version:

SIDECAR
6 cl BRANDY
3 cl Zitrone
2 cl Dry Curaçao
dashes dunkler sirup

Alle Zutaten auf Eis schütteln und abseihen.

Der Sidecar ist nach David A. Embury einer von sechs Grund Cocktails, in die er die Welt der Alkoholhaltigen Drinks in seinem Buch, “The fine Art of mixing Drinks” einteilt.

Dieses etwas abgewandelte Rezept , enthält ein bisschen braunen Zucker, um den recht trockenen Dry Curaçao von Pierre Ferrand zu kontern, denn beides zusammen gibt der Geschichte etwas mehr Tiefe, jedenfalls meiner Meinung nach.
Der Brandy ist verdoppelt worden, im vergleich zum gängigen Rezept.

Sehr ähnlich im Rezept ist die MARGARITA, ein Bestseller und Weltstar!

MARGARITA
5 cl Tequila Reposado
3 cl Limette
2 cl Cointreau
1 Dash Orange bitters
1 Dash Grapefruit Bitters
Alle Zutaten schütteln und auf frisches Eis Abseihen.
Für die Garnitur den Salzrand am Glas nicht vergessen.

Ja, ja, ja, meistens wird dieser Drink abgeseiht, und straight up in einem speziellen MARGARITA GLAS serviert.
A: Ich finde diese Gläser absolut affig.
B: Das ist geschmacklich ein sehr robuster Drink, der es durchaus verträgt on the Rocks serviert zu werden.

Über die Unsitte, eine FROZEN MARGARITA zu trinken, ist mit dem Wort Unsitte schon genüge getan.

So, liebe Leser, wer aufmerksam die obigen Zeilen verschlungen hat, und nicht nur die erwähnten Drinks, dem sollte aufgefallen sein, das man die MARGARITA ohne Weiteres als einen TEQUILA SIDECAR bezeichnen könnte.
Der Grundspirituose geschuldet, nimmt man an dieser Stelle Limette statt Zitrone, ansonsten kommt als “Flavoring Agent” ebenfalls ein Orangenlikör zum Einsatz.

MARGARITA und SIDECAR zusammen genommen basieren wiederum auf der BRANDY DAISY und der TEQUILA DAISY!
Die DAISY ist eine sehr alte Kategorie von Cocktails, die weit ins 19. Jahrhundert zurück geht, und damals in Nord Amerika und Europa weit verbreitet war und aus einer Grundspirituose, gepaart mit Zitrus und einem Sirup, z.B. Grenadine, oder einem Likör gemixt wird. Meistens spritzt man den Drink leicht mit Soda auf.

So, jetzt sind wir, dank David A. Embury und David Wondrich wieder einmal der göttlichen Allwissenheit ein gutes Stück näher gekommen.

“Oh Allmacht, süsse Allmacht!

Zu Letzt noch dieses:
Margarita heißt DAISY, heißt GÄNSEBLÜMCHEN!

Große Drinks, viel schlau, viele Drinks, viel blau!!

EL TRAGITO DE ORO

Animiert durch das aktuelle Reiseziel des allseits geschätzten Don Sling, habe ich mich mal wieder zu mixologischen Experimenten hinreißen lassen, und das ganz erfolgreich, wie ich finde, denn der Drink mundet bei jedem Wetter…

Raul Duke’s
TRAGITO DE ORO 1

5 cl Lustau Brandy
3 cl Lustau Amontillado Escuadrilla Sherry
0,5-1 cl Likör 43

Rühren, nicht schütteln ist hier die Devise.
Serviert wird der TRAGITO DE ORO auf crushed Ice oder straight up.
Mit Orangenzeste abspritzen und die Zeste mit ins Glas geben.

Wem der Drink etwas spanisch vorkommt, liegt Gold richtig, TRAGITO DE ORO ist spanisch, bedeutet goldenes Schlückchen, besteht aus drei Zutaten, alle aus Spanien und gülden anzusehen.

Geschmacklich ein wahrer Gaumenschmeichler, Karamell und Traube vom Brandy, herbe, nussige Traubennoten vom Sherry, abgerundet mit Vanille und der Süße vom Likör 43.

Vorsicht mit dem Zucker!
Mit 0,5 cl Likör geht er gerade noch als Aperitif durch, mit 1 cl vom Dreiundvierziger ist es ganz klar ein Digestif und kommt schon recht süß daher.

TRAGITO DE ORO 2

5 cl Lustau Amontillado Escuadrilla Sherry
3 cL Lustau Brandy
1 cl Likör 43

Es wird an dieser Stelle ebenfalls auf eis gerührt und abgespritzt, aber auf keinen Fall auf Eis, sondern straight up serviert!

In dieser Variante tritt der Brandy in den Hintergrund und der Sherry spielt ganz klar die erste Geige, zusätzlich zu seinen oben beschriebenen Aromen, tritt hier deutlich seine recht ausgeprägte Säure ins Rampenlicht, weshalb der Cocktail auch ruhig einen ganzen Zentiliter Likör verträgt.

Kann mich nicht entscheiden, welcher Drink mir besser gefällt, ich glaube ich muss noch ein paar mehr davon trinken…

…und das solltet Ihr ganz bestimmt auch!!

Wollt Ihr mehr erfahren, über Sherry in all seinen Facetten, empfehle ich, sich vertrauensvoll an den Don zu wenden…

“Salut y Forca al Canut!!”